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Titel: HIV - Human Immune Deficiency Virus Druckversion
Autor: varvara
Note: 1
Klasse: 12
Arbeit: HIV - Human Immune Deficiency Virus
Aids - Acquired Immune Deficiency Syndrom

1. Begriffsklärung:

HIV: zu dt.: menschliches Immundefekt-Virus
Aids: zu dt.: erworbenes Immunschwäche-Syndrom

HIV ist nicht gleichzusetzen mit Aids. Aids ist als "späteres" Krankheitsbild infolge eine HIV-Infektion zu verstehen bzw. stellt das Endstadium dar. → die Stadien einer HIV-Infektion → (http://www.libertylife.at/aidsa.htm#a1)

2. Das Virus

Aufbau
RNA und Enzyme umgeben von Nucleocapsid - Schutzhülle bestehend aus Proteinuntereinheiten (Capsomeren). Um Capsid Mantel komplizierterer Zusammensetzung - Proteine, Kohlenhydrate, Lipide. Dient u.a. zum Andocken

· HIV 1: 10 Subtypen, in Europa häufig
· HIV 2: 2 Subtypen, seltenes Vorkommen in Europa

Vermehrungszyklus
Kaum verschieden zu anderen Viren. HIV ist ein Retrovirus - statt DNA, RNA → zusätzl. Schritt in Vermehrungszyklus: Reverse Transkriptase wandelt RNA in DNA, vor ein Einbau in Wirt-Genom.

Die Abwehrreaktion des Immunsystems
Makrophagen orten, verschlingen, und zerlegen Virenpartikel → T-Helferzellen erkennen an Makrophagenoberfläche Viren-Bruchstücke → Helferzelle teilt sich, gibt Signalproteine ab → Signalproteine aktivieren T-Killerzellen und B-Lymphocyten → B-Lymphocyten bilden Antikörper gegen Virus, T-Killerzellen zerstören infizierte Zellen.

Das Problem
Diese Abwehrreaktion auch beim HI-Virus, aber dieser greift speziell T-Helfer-Lymphocyten und Makrophagen an.

Der Krankheitsverlauf bis zum Ausbruch von Aids
Virus bis zum AIDS-Stadium nicht untätig → vehemente Vermehrung;
1. ungehinderte Vermehrung
2. starke Abwehr entsteht, Infektion besteht aber weiter, T-Helfer-Zahl erholt sich - Akutphase
3. Stadium ohne Beschwerden, Immunsystem erledigt seine Aufgabe gut, niedrige Virenzahl, aber langsamer Anstieg → langsames sinken der T-Helfer-Zahl
4. irgendwann Zusammenbruch des Immunsystems → Aids kommt zum Ausbruch; Immunsystem kann sonst harmlose Mikroorganismen nicht mehr abwehren → ver. Krankheiten brechen aus

Wieso hat das Immunsystem keine Chance?
HIV genetisch sehr instabil. (Während Umschreibung von RNS in DNS im Durchschnitt 1 Fehler!) + rasche Vermehrung des Virus → immer wieder neue Fluchtmutanten entstehen und entgehen dem Immunsystem, eine Vielfalt von Virusvarianten entsteht → diese Vielfalt wird irgendwann zu viel für Immunsystem (Schwelle der Vielfalt) → Immunsystem bricht zusammen

3. Behandlung von HIV

3.1 Impfstoffe
Lösungsansätze:
· Impfung von Virus-Hüllproteinen, induziert mit HIV-Antikörpern
· Impfung abgeschwächter Lebendvirusstoffe
· Neuartige Tiermodelle für Forschung
· Verwendung neuartiger Hybridviren
· Verwendung gereinigter DNA

Entwicklung von Medikamenten erfolgreicher / Impfstoff noch lange nicht in Sicht / teure Medikamente und Armut vieler Infizierter machen Impfstoff zur Notwendigkeit

3.2. Medikamente
Virus in etlichen Variationen + schnelles Auftreten von Mutationen → für Medikamente muß ein Angriffspunkt gefunden werden, der sich möglichst wenig verändern kann → Enzyme des Virus

· Reverse Transkriptase:

· Nucleosidische Hemmer / Nucleosidanaloga
· Nicht-Nucleosidische Hemmer

· Proteasehemmer
· Integrase: hier wurden bis jetzt keine Hemmstoffe entwickelt

alleine haben Hemmer nur beschränkte Wirkung, weil Virus schnell resistent wird → Kombination von ver. Hemmern, mit Wirkung an ver. Enzymen - ansatzweise erfolgreich
optimale Behandlung weit entfernt - Ausgangsempfindlichkeit der Patienten variiert stark, komplizierte Einnahme der Medikamente, starke Nebenwirkungen!

jüngerer Ansatzpunkt der Forscher: Ein- und Austrittspforten der Zelle - Verhinderung der Verschmelzung mit Wirt

4. HIV und Aids aus epidemiologischer Sicht


Menschen mit HIV/Aids

~ 37000


Männer

~ 29000


Frauen

~ 8000


Kinder

< 400


Menschen mit Aids

5000



4.1. Deutschland


Neuinfektionen 2000

~ 2000


Neue AIDS-Fälle 2000

~ 500


HIV/AIDS-Todesfälle 2000

~ 600


Gesamtzahl der HIV-Infizierten seit Beginn der Epidemie

50000 - 60000


Gesamtzahl der AIDS-Fälle seit Beginn der Epidemie

22000


Gesamtzahl der HIV/AIDS-Todesfälle seit Beginn der Epidemie

18000



Statistik vom Welt-Aids-Tag, 1.12.2000
Kurzinformation des AIDS-Zentrums im Robert Koch-Institut.

4.2 Rest der Welt

· 26.000.000 Infizierte weltweit
· rascher Anstieg der Infektionszahl in Entwicklungsländern, in ärmeren Gebieten der Welt durch mangelnde gesundheitliche Aufklärung und daraus resultierende mangelnde Verhütung
· besonders stark betroffen: Süd-Afrika
· größtes Wachstum: Asien

_________________________________________________________________________________________
Anlagen:
Quellen: Spektrum der Wissenschaft. Dossier 3/97: Seuchen. unveränderte Neuauflage. Heidelberg
Diverse Broschüren, ausgegeben von der Augsburger Aids-Hilfe e.V., Morellstraße 24, 86199 Augsburg
Internetquellen:
http://www.lifescience.de/bioschool/sheets/14.html : Artikel zu HIV
http://www.libertylife.at/lexika.htm#top : Liberty Life - AIDS-Lexikon
http://www.hivnet.de : Hivnet
http://www.bzga.de/aids/index.html : HIV UND AIDS - Die BZgA informiert
http://www.rki.de : Robert-Koch-Institut - Quelle für epidemiologische Fakten
http://www.aids-hilfe.de : Aids-Hilfe Deutschland


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