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Titel: Vortrag Judenverfolgung Druckversion
Autor: sternchen
Note: 1
Klasse: 10
Arbeit: Die Judenverfolgung

1.Ursprung
- Kreuzung Christi als Anlass
- „Christusmörder“ bzw. „Söhne der Kreuziger“
- 5. Jh. Bevorzugung der Christen  „Diaspora“ Zerstreuung der Juden, waren fremd
- Christen empfanden Unsicherheit und Misstrauen  Ablehung und Feindseligkeit
- 1215 antijüdische Bestimmungen
- 1348 Vorwurf, Pest verursacht zu haben
- Immer Sündenbock
- Hitler ließ Hass wieder auflodern, gab Schuld an Armut und Arbeitslosigkeit

2.Verlauf
- Sept. 1935 ,,Nürnberger Rassegesetze'' (Gesetz zum Schutz der arischen Rasse) :Ausschluss der Juden aus Staat und Gesellschaft; Trennung von Juden und Nichtjuden (Arier und Nichtarier)
- Wer sich verliebte: Rassenschänder
- 1935 Juden verlieren Wahlrecht
- 9./10. Nov. 1938 Reichskristallnacht: (Jude ermordete deutschen Botschafter wegen Misshandlung der Eltern) Plünderung v. Geschäften, Demolierung jüd. Eigentums, Misshandlung der Juden, Schändung von Synagogen u. Kultgegenstände, in folgenden Tagen 30000 Juden ins KZ
- "Reichskristallnacht": Glitzern der zertrümmerten Fenster; ABER: Begriff verharmloste das organisierte Pogrom gegen Menschen
- Heute: ,,Reichspogromnacht'' (Pogrom = Gewalttätigkeiten geg. Minderheiten)
- 1938 Verbot jüd. Ärzte und Rechtsanwälte, Umbenennung der nach Juden benannten Straßen
- 1939 weitere Verbote: ÖPNV, Kauf von Bücher und Zeitungen, Autos, Betrieb von Handwerk u. Gewerbe
- 1939-41 Ermordung von Behinderten durch Ärzte, Beendung durch kirchliche Proteste
- 1940: Ausgangssperre, Entzug von Telefon, Inbetriebnahme des KZ Auschwitz, Einrichtung jüdischer Ghettos
- 1941: Tragen des gelben Judensterns mit Aufschrift „JUDE“; nur mit schriftlicher Erlaubnis Verlassen des Wohnorts, bei erlaubten Fahrten keine Sitzplätze, Betreten von Wäldern und Gaststätten verboten
- 20. Jan. 1942 „Wannsee-Konferenz“: Besprechung d. Planung + Durchführung d. Vernichtung europ. Juden durch Beamte u. Parteivorsitzende; Leitung durch Reinhard Heydrich (SS-Obergruppenführer)
- 1942: keine Pelze, kein Unterricht, Abgabe elektr. Geräte (Schallplatten, Fahrräder)
-  Absonderung d. Juden v. üblicher Bevölkerung; unmögliches Leben
-  heimliche, fluchtähnliche Auswanderungswellen
- 27. Juni 1942 Beschluss, alle Juden ins KZ zu transportieren; Juden sollten sich zur Deportation melden, aber viele erschienen nicht  Razzien
- Sept. 1943 Festnehmung mit Hilfe niederl. Polizei

3. Leipzig:
- Vor 2. Weltkrieg 15000 Juden in Leipzig
- 1925 17 Synagogen
- Reichskristallnacht: Zerstörung von 12 von 13 Synagogen
- Darunter Große Synagoge Gottschedstraße  heute Gedenkstein + leere Stühle (Darstellung der leeren Synagoge)
- 13. befand sich in arischem Wohnhaus: Brodyer Synagoge (Löhrsstr.)  Neueinweihung 1993
- 14000 Opfer und unzählige Vertriebene
- nach Deportation + Verfolgung noch 270 Juden


4. Konzentrationslager
- 1941/42 Bau v. KZ auf Beschluss d. Parteispitze wegen Überfüllung der Gefängnisse
- 11 Mio. Juden sollten schnellen Tod finden; alles geheim, niemand durfte Grund erfahren warum u. wohin Juden verschleppt wurde („sollten arbeiten“)
- Züge aus allen besetzten Teilen Deutschlands; tagelang in Viehwaggons
- Bekannteste KZ: Auschwitz (inkl. Birkenau), Bergen-Belsen, Theresienstadt
- Polen: 3 Mio. Ermordete, Sowjetunion: 1 Mio., DE: 160.000


Leben im KZ:
- Selektion: Kinder unter 15 Jahren, Schwache + Kranke nach Ankunft sofort in Gaskammer, starke Frauen und Männer Arbeit für Deutschland
- Z.B. in Auschwitz-B. wurden Frauen Haare geschoren + Nummer auf Arm tätowiert
- Schlafen auf 3-stückigen Pritschen oder Strohsack
- Für mehrere 1000 Häftlinge 2 Brunnen zum Waschen
- Bis zu 1000 Menschen in einer Baracke (eig. 100)  Ungeziefer, Ratten nagten an Leichen und Schlafenden
- Wassermangel  Waschräume und Toiletten nur nach Arbeit  Prügeleien
- Kleidung immer dreckig, Säuberung nur vor Kontakt mit SS-Leuten wegen Angst vor Krankheiten
- Nahrung: Morgens ½ Liter Kaffee oder Kräuteraufguss („Tee“), Mittags Gemüsesuppe oder „Suppe mit Fleischeinlage“, Abends 300g Brot mit Zugabe  Lebensmittel meist alt oder verschimmelt
- Tagesablauf: 4 Uhr Aufstehen; Waschen o. Frühstücken, Zählung, 6-17 Uhr arbeiten, ½ h Mittagspause, Zählung, Abendessen, spät. 21 Uhr Nachtruhe
- Bei Flucht + Erschießung: Sonderurlaub für Wachmänner
- Bei Verweigerungen, Fehlern: Erschießung o. Strafen (Vorherlaufen vor Walze); Giftspritzen (Phenolspritze ins Herz)
- Vergasung: Entlausung/ Duschen, dauerte mehrere Stunden, später Einsetzung von Ventilatoren  1h
- Leichenverbrennung in Krematorien und Massengräber
- Weiterverwendung der Leichen: Frauenhaar  Stoffe, Knochen  Dünger, Haut 
Körper  Seifen
- Zeitsparende Hinrichtungsmethode: „Sardinenpackung“: Nebeneinanderlegen in Grube, dann Erschießung, nächste Reihe

1945 Befreiung von Alliierten, nur 4700 Juden kamen in Niederlande zurück
Ca. 6 Millionen Juden mussten sterben.
Anlagen:
Quellen:


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